Liebe Gemeinde,

Frau Dekanin Trautz bat mich, ein paar Zeilen zu schreiben. Über mich. Also wer ich überhaupt bin. Und was ich hier tue.

Zu meiner Person ist eigentlich nicht viel Aufregendes zu sagen. Mein Name ist Wolf-Dieter Weber. Ich bin in Mannheim-Neckarau geboren und dort mitten im sogenannten „Kappes“ aufgewachsen. Anders ausgedrückt: Mehr „Neckarauer“ als ich kann man eigentlich gar nicht sein.

Nach dem Abitur begann ich eine Lehre als Großhandels- und Bürokaufmann, die ich erfolgreich abschloss. Ich arbeitete ungefähr 1/2 Jahr in meinem Beruf und habe mir so ein finanzielles Polster fürs Studium verschafft.

Zur allgemeinen Überraschung meiner Familie und zur Verblüffung meiner Freunde begann ich in Heidelberg mit dem Studium der Theologie. Eigentlich war ich als Jurist und Betriebswirt geplant. Das hätte mich zwar auch interessiert. Aber sich mit meinem Glauben vertiefend und wissenschaftlich zu beschäftigen schien mir reizvoller.

Nach dem 1. Examen im Frühjahr 1992 war ich dann Lehrvikar (= Pfarrer-Azubi im 1. Lehrjahr) in Göbrichen, einem kleinen Ort zwischen Bretten (Melanchton-City) und Pforzheim (Baader-Town).

Nach dem 2. Examen wurde ich am 1. Oktober 1993 der Markusgemeinde in Villingen als Vikar zugewiesen. Heute heißt das „Pfarrer in Probe“.

Im Mittelpunkt meiner Arbeit stand dort die Betreuung der Aussiedler in Maria Tann sowie der Gemeindepfarrdienst in dem kleinen Schwarzwaldflecken Unterkirnach mit Kurseelsorge.

Nach einer einjährigen Zwischenstation in Neckarelz (= „Klein Mannheim“) übernahm ich meine erste Gemeinde im Odenwald. Danach ging es in den Kraichgau, wo ich 12 Jahre Gemeindepfarrer von Mühlhausen gewesen bin.

Es schloss sich ein Jahr im Personalreferat des Oberkirchenrates an. Eine eigene Gemeinde konnte ich aus gesundheitlichen und privaten Gründen nicht übernehmen.

In Karlsruhe merkte ich schnell, dass ich kein „Etappenhase“ bin. So wurde ich auf meine Bitten hin dem Dekanat Bretten-Bruchsal zugewiesen, wo ich Vakanzvertretungen und ähnliches übernehmen sollte.

Lag der Schwerpunkt meines Schaffens zunächst in Karlsdorf – Neuthard – Forst, bin ich ab dem ersten April 2016 zu 100 % in der Waghäuseler Kirchengemeinde tätig gewesen, um die dortige Kollegin zu entlasten.

Mein Wohnort ist Kronau. Ich bin nämlich von der sogenannten „Residenzpflicht“ befreit. Ich singe hier mit großer Freude im St. Cäcilia Chor mit.

Außerdem sammle ich alles Mögliche: Grammophone, Radios bis 1933, Regulatoren (sind Großuhren), Lehrsets und Verkehrsmodelle aus alten Fahrschulen, Straßenbahnmodelle, bin ganz nebenbei Modellbahnfan – und leider sammle ich auch Kalorien.

Es könnte sein, dass in absehbarer Zeit ein kleiner Hund (Malteser, Zwergschnauzer, Dackel oder so) mich begleitet. Die Suche in dieser Richtung ist jedoch noch nicht abgeschlossen.

Tja, und nun bin während der Dauer ihrer Vakanz seit dem 1. April wieder bei ihnen gelandet.

Auf ein baldiges (Wieder-) Kennenlernen freut sich

 

Wolf-Dieter Weber